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Beucha ist als Herrensitz seit ca. 1225 nachgewiesen. In der in Sachsen fast üblichen Abfolge von Eigentümern haben bedeutende adlige Familien hier gewohnt, v. Hirschfeld, v. Haugwitz, v. Kötteritz, v. Niebecker, v. Seebach, v. und z. Egloffstein u.a..
Das derzeitige Schloss ist in seiner äußeren Gestalt, als klassizistischer Bau, mindestens seit 1805 vorhanden, ein weiterer Umbau fand 1920 statt.
Leider ist die Chronik in den Nachkriegswirren des 2. Weltkriegs verschwunden, so dass keine genauen Angaben mehr möglich sind. Der Landschaftspark, ca. 7 ha, ist mit großer Wahrscheinlichkeit von Freiherrn v. Niebecker ca. 1800 angelegt worden.
Zum Rittergut gehörte auch die spätromanische Patronatskirche, die ein wichtiges sächsisches Kirchendenkmal ist.
Der letzte Eigentümer bis Kriegsende war die Familie Steiger, die es 1920 von der Familie v. und z. Egloffstein kauften.
Die Familie Steiger hat das Schloss großflächig durch den Leipziger Stararchitekten Franz Hänsel umbauen lassen und auch die gesamte Rittergutsanlage saniert und modernisiert.
Der schöne neoklassizistische Portikus wurde zu DDR-Zeiten abgerissen, wohl um unter Mitwirkung von Einwohnern von Beucha, das Schloss vor der Sprengung zu retten. Hier bei dem ehemals jährlich stattfinden Erntedankfest
Das Schloss hatte eine, auch nach heutigen Vorstellungen, moderne Heizungsanlage und vor allem ein vorbildliches Wasserregime.
Nach Kriegsende wurde die Familie Steiger enteignet und vertrieben.
In der Folge diente das Rittergut als Unterkunft für allerlei Familien. Das Schloss beherbergte die Post, den Konsum, den Kindergarten, die Schule, das LPG-Büro, den Kulturraum und die Gemeinde. Es entging zwar mit knapper Not der Sprengung, aber durch Reparaturstau und Fehlnutzung, durch mangelnde Aufsicht wurde das Gebäude langsam aber sicher immer maroder. Ein von der Gemeinde betriebener Verkauf nach der Wende hatte keinen Erfolg, so dass das Gebäude schließlich in einen ruinösen Zustand war. Auch die zugehörigen Wirtschaftsgebäude wurden nach Auszug der LPG durch Vandalismus und mangelnde Aufsicht fast komplett zerstört.
Der Schlosspark, der noch vom Kindergarten, als Fußballplatz und für das Dorffest genutzt wurde, verlor sein ursprüngliches Aussehen und verwilderte völlig. Teile wurden als sog. “Ausfülle” für Dorfabfälle und zur Müllentsorgung aus der weiteren Umgebung genutzt.
Die ehemals den “Hayn” im Park mit zwei Armen umfließende Eula wurde abgeschnitten und durch einen entfernt fließenden Kanal ersetzt, der zur Kühlung der Kraftwerke um Borna benötigt wurde. Der Hangarm verlandete komplett und wurde in Teilen als Auffangbecken für die Klärgrubenüberlauf der bewohnten Rittergutsgebäude genutzt. Auch der Herrenteich war schließlich nur noch zu erahnen.
Im Jahre 1997 haben wir, Familie Brandes, das Gebäude und durch Zukauf große Teile der Schlossparks erworben. Seither bemühen wir uns, das Ensemble, soweit wir es besitzen, wieder in seine ursprüngliche Form zurückzuführen.
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